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In den eben erwähnten Altrheinarm mündet der so genannte Winnenthaler Kanal, der Birten in seinem östlichen Neubaugebiet durchquert. An diesen Kanal wurde im 19. Jahrhundert die Johannismühle mit einem unterschlächtigen Wasserrad erbaut. Unterschlächtig bedeutet übrigens, dass das Wasser im unteren Bereich des Rades auf die Schaufeln trifft. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten im Dorf zählen außerdem das recht imposante Haus Lau und der alte Friedhof. Auf dem alten Friedhof stand bis 1905 die barocke Pfarrkirche, bis sie durch oben erwähnten Neubau an höherer Stelle ersetzt wurde. Ihr Grundriss wird durch ein Kiesbett auf dem alten Friedhof nachgezeichnet.
Etwas 2 Kilometer südlich von Birten liegt Haus Winnenthal, eine ehemalige Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert. Die dreiflügelige backsteinsichtige Vorburg mit zwei imposanten Eckrundtürmen und der heute weiß geschlämmte Nordostflügel der einstigen Kernburg haben sich noch erhalten. In die ursprüngliche Bausubstanz der Burg ist aber im Laufe der Zeit häufig eingegriffen worden. In der Zeit um 1600 ließ beispielsweise die damalige Besitzerfamilie die wehrhafte Burg in ein Barockschloss umgestalten. Der hufeisenförmige Wirtschaftshof vor der Vorburg stammt aus dem 19. Jahrhundert, als die ehemalige Burg schon längst in eine landwirtschaftlich genutzte Anlage überführt worden war. Und in unseren Tagen wird Haus Winnenthal als Seniorenresidenz genutzt.
Haus Fürstenberg befindet sich auch etwas außerhalb von Birten auf dem oben schon angesprochenen gleichnamigen Hügel. Der gelb angestrichene Putzbau wurde um 1850 inmitten einer herrlichen Landschaft errichtet. Die imposante Hauptfassade ist siebenachsig gegliedert, wobei die mittleren drei Achsen durch einen etwas hervortretenden übergiebelten Risaliten betont werden. Seinen schlossähnlichen Charakter verdankt das alte Gemäuer besonders seinen Türmchen. Direkt an die Gärten von Haus Fürstenberg grenzt die Kreuz- bzw. Quirinuskapelle. Der backsteinsichtige, mit einem Dachreiter und geschwungenem Giebel geschmückte Sakralbau wurde 1672 auf dem Gelände eines zerstörten mittelalterlichen Klosters errichtet. 1699 erhielt er schließlich im wesentlichen sein heutiges Aussehen.
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GEMEINDE XANTEN | BIRTEN | MARIENBAUM |
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