|

Historisch gesehen ist der heutige zivile Flughafen,
der 1954 von der britischen Luftwaffe als Militärflughafen auf besetztem
Gebiet angelegt wurde, eine Konsequenz des verlorenen 2.
Weltkrieges. Dieser wahnsinnige Krieg hat seine Spuren aber auch
im Ortsbild hinterlassen: Rund 80 Prozent der Häuser im Ortskern
von Weeze wurden zerstört und durch Neubauten in den 50iger und
späteren Jahren ersetzt. Oder anders gesagt: Das historische
Ortsbild von Weeze, dessen erste urkundliche Erwähnung weit bis
ins Jahr 1126 zurückreicht, ist größerenteils zwischen dem
28. Februar und 2. März 1945 untergegangen.
Kriegsgräberstätte
An der Straße von Weeze nach Uedem kann man
heute noch unmittelbar der Kriegsopfer gedenken. Dort liegt eine große
Kriegsgräberstätte, die die Toten des 2. Weltkrieges aus Weeze
und der Umgebung aufgenommen hat. Beim Besuch dieses traurigen
Ortes war der Autor dieser Website zu Tränen gerührt.

2 Ansichten von St. Cyriakus
Die
Kriegsauswirkungen sind heute ebenfalls noch indirekt an der Pfarrkirche
St. Cyriakus ablesbar: Die erheblich zerstörte Kirche wurde
1953/54 nämlich in wesentlichen Teilen neu errichtet. Nur ihr
spätgotischer Ostchor und das angrenzende Seitenschiff stammen
noch aus dem Mittelalter. Der Rest inklusive des Turms ist ein
Neubau. Zu der nur wenig erhaltenen historischen
Bausubstanz in der Innenstadt gehört unter anderem auch das schöne
Gebäude am Kirchplatz 8 direkt gegenüber der Kirche, in dem heute
eine öffentliche Bücherei untergebracht ist. Nichtsdestotrotz
macht die Innenstadt von Weeze mit ihren vielen modernen Gebäuden
einen recht angenehmen und freundlichen Eindruck. Dieser positive
Eindruck wird noch durch eine reizvolle landschaftliche Umgebung
mit weitläufigen Acker-, Heide- und Waldflächen und einer sich
durch die Ebene dahinschlängelnden Niers verstärkt.

die Niers bei Schloss Hertefeld |