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Die westlichen Abschnitte von St. Peter und
Paul einschließlich des Turmes stammen noch aus dem 14.
Jahrhundert, während die wesentlich höheren Ostteile der Kirche,
die auch den Chor umfassen, unmittelbar nach einem Brand im Jahre
1498 neu entstanden sind.

Marktplatz, historische Häuser und St. Peter und Paul

Der Achtzigjährige Krieg zwischen Spanien
und den Niederlanden (1568-1648) leitete für den Niederrhein und
somit auch für Straelen einen gewaltigen wirtschaftlichen
Niedergang ein, von dem man sich erst in späteren Jahrhunderten
allmählich erholte. 1591 und 1632 wurde die Stadt während dieses
Krieges belagert und erobert. Nach dem Spanischen Erbfolgekrieg
wurde Straelen 1713 gemäß den Bestimmungen des Utrechter Friedens
den Preußen zugeschlagen, die daraufhin die folgenden beiden
Jahrhunderte - mit Ausnahme des französischen Intermezzos von 1798
bis 1814 - die Landesherrschaft ausübten.

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts blieb Straelen ein armes Landstädtchen. Das änderte sich dann aber in
der Folgezeit recht schnell: Die Gründung eines ersten
Gartenbauvereins im Jahre 1910 und die kurz darauf folgende erste
Gemüseversteigerung im Jahre 1914 markieren den Anfang einer heute
noch erfolgreichen Gemüse- und Blumenproduktion und deren
Vermarktung in Straelen. Außerdem sind heute noch zwei europaweit
agierende Großunternehmen - ein Direktvertreiber von Eiscreme und
Tiefkühlkost einerseits und ein Produzent von feinwürzigen Lebensmitteln
andererseits - in der Kleinstadt am Niederrhein ansässig.
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