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Sonsbecker Schweiz mit Tüschenwald
Hier in den für das
Empfinden eines echten Alpenbewohners relativ bescheidenen Höhen der Sonsbecker Schweiz
beginnt auch die fassbare Ortsgeschichte der kleinen, heute rund
8500 Einwohner zählenden niederrheinischen Gemeinde. Eine römische
Wasserleitung, die vor 2000 Jahren von den Hügeln in das
benachbarte antike Xanten führte, stellt gewissermaßen den Beginn
der Sonsbecker Geschichte dar. Außerdem sollen die alten Römer in
der Sonsbecker Schweiz einen Wachturm zur Sicherung einer
Heerstraße angelegt haben. Irgendeine bedeutende Form von
Zivilisation gab es allerdings damals auf dem heutigen
Gemeindegebiet noch nicht. Sonsbeck als eine große und
nennenswerte Siedlung wird erst im Mittelalter des 13.
und 14. Jahrhunderts bestanden haben. 1320 wurden ihr Stadtrechte
verliehen.

Sonsbeck
Damals gehörte die
junge Stadt noch zur Grafschaft bzw. zum Herzogtum Kleve. Vom
alten herzoglichen Schloss hat sich noch ein 1417 erbauter
Rundturm aus Backsteinen auf einer Anhöhe am Ortsrand erhalten.
Lange Zeit wurde er auch als Windmühle genutzt. Man kann den Turm daher
zurecht zu den ältesten Mühlenbauwerken am
Niederrhein zählen. Die Bezeichnung Römerturm ist
allerdings irreführend und spielt auf den oben erwähnten, nicht
mehr vorhanden antiken Wachturm hin, der angeblich in
unmittelbarer Nähe gestanden haben soll. Ein paar Schritte vom
Römerturm entfernt liegt auf der gleichen Anhöhe die ehemalige
Wallfahrtskirche St. Gerebernus. In ihrer heutigen Form
wurde sie im späten Mittelalter unter Verwendung gotischer
Stilelemente errichtet. Ihr älterer Vorgängerbau war die erste Kirche
auf Sonsbecker Boden.
 
Römerturm und St. Gerebernus
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