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Orte am unteren Niederrhein:
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Das Dorf Leuth
Rund 2000 Einwohner leben in dem beschaulichen
Dorf Leuth, dem kleinsten Stadtteil der Gemeinde Nettetal, der bis
1970 sogar selbständig war. Seine
Geschichte lässt sich in Schriftform zwar bis ins Mittelalter zurückverfolgen,
ist aber zugegebenermaßen nicht besonders spannend. Wesentlich interessanter sind
dagegen die architektonischen Zeugen der Vergangenheit, darunter
die historischen Bauwerke im Ortskern, die in ihrer Gesamtheit
sogar unter Denkmalschutz stehen.
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Kirche St. Lambertus |
Das Zentrum des Dorfes Leuth kennzeichnet
der hohe, mit einem Spitzhelm bekrönte Turm der Pfarrkirche St. Lambertus. Sie wurde im 15.
Jahrhundert errichtet und in den Jahren 1860/61 erweitert.
Unmittelbar an das Kirchengelände grenzt das Alte Rathaus, ein
Backsteingebäude mit Krüppelwalmdach aus dem 17. und 18.
Jahrhundert. Durch einen Tordurchgang in der mittleren Achse kann
man direkt auf den Kirchhof gelangen. An das Alte Rathaus schließt
sich unmittelbar eine alte Hofanlage an. Über der Eingangstür ist
eine Inschrift mit der Jahreszahl 1671 angebracht. |
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Bauernhofgebäude und Altes Rathaus
(links) und Pfarrhaus (rechts)

Pfarrhaus und Neyenhof
Nur ein paar Schritte hinter dem Chor der
Kirche trifft man auf zwei weitere bemerkenswerte historische
Gebäude: das 1664 erbaute Alte Pfarrhaus und den Neyenhof aus dem
18. Jahrhundert. Diese nun vorgestellten alten Bauwerke bilden
gewiss die architektonischen Glanzpunkte des Ortskern von Leuth.
Dieser zwar malerische, aber eher kleine Ortskern wird von ein
paar weiteren Backsteingebäuden aus früheren Zeiten und
einer großen Anzahl moderner Gemäuer umgeben. Darunter befinden
sich unübersehbar viele Einfamilienhäuser. Wie an vielen anderen
Orte am Niederrhein haben sich auch in Leuth ab den 60/70iger
Jahren des letzten Jahrhunderts viele Stadtflüchtlinge
niedergelassen.
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Wasserrad der Mühle |

Leuther Mühle
Etwas außerhalb des Dorfes liegt ein weiteres
architektonisches und zugleich technisches Denkmal: die Leuther
Mühle, eine Wassermühle, die in den Jahren ab 1716 errichtet
wurde. Auf einer Hinweistafel am Gebäude erfährt man, dass das
"Mahlwerk mit großem Holzgetriebe und Mahlsteinen im Inneren sowie
das Wasserrad noch funktionstüchtig sind".
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Angetrieben wird die Mühle durch das Wasser des
Flüsschens Nette, die dann nach einem Kilometer zunächst in den Schrolick- und später in den Poelvennsee fließt. Diese beiden
Gewässer gehören zu den so genannten Krickenbecker Seen, die
mitsamt ihrem unmittelbaren Umfeld schon sehr lange Zeit unter
Naturschutz stehen. Auch der reizvolle De Wittsee, der ebenfalls von der
Nette gespeist wird, liegt in der unmittelbaren Nähe von Leuth.
Lange Rede, kurzer Sinn: Die landschaftliche Umgebung des Dorfes
ist herrlich. Seit 1993 darf sich Leuth deshalb staatlich
anerkannter Erholungsort nennen.

Blick auf den Poelvennsee (links) und
den De Wittsee (rechts)
Südwestlich vom De Wittsee befindet sich noch
das kleine Dorf Leutherheide mit seinen rund 300 Einwohnern, das
nicht nur namentlich, geschichtlich und geographisch eng mit Leuth
verbunden ist, sondern früher auch ein Teil der heute nicht mehr
bestehenden Gemeinde Leuth war. Unter den relativ vielen modernen
Gebäuden im Dorf stechen zwei alte Baudenkmäler besonders ins Auge:
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die recht hübsche Kapelle St. Peter und Paul, die
ursprünglich aus dem Jahre 1628 stammt, aber um 1900 auf ihre
heutige Größe erweitert wurde, und
-
die so genannte
Villa Ursula, ein prächtiger, fast herrschaftlicher Bau aus der
Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts. Der städtische Charakter
dieses Gebäudes bildet einen bemerkenswerten Kontrast zu seinem
dörflich-beschaulichen Umfeld.

Leutherheide: Kapelle St. Peter und
Paul und Villa Ursula |
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