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Orte am unteren Niederrhein:
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Die
Stadt Nettetal
(rund 40000 Einwohner) bildet sich aus den einzelnen Orten
Kaldenkirchen, Lobberich, Breyell,
Hinsbeck,
Leuth und Schaag, die 1970 im Zuge einer
Kreisneugliederung zu einer Gemeinde zusammengeschlossen wurden.
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Benannt ist Nettetal nach dem Fluss Nette, der das Gemeindegebiet
auf mehr als 10 km Länge durchfließt. Dieser Fluss bildet zusammen
mit einer Vielzahl von Seen, ausgedehnten, teils hügeligen Heide-
und Waldgebieten und ein paar historischen Wind- und Wassermühlen eine
abwechselungsreiche und beeindruckend schöne Landschaft am
Niederrhein, die auch
durch ihre Zugehörigkeit zum Naturpark Maas-Schwalm-Nette ausgezeichnet
wird. |

die Nette zwischen Hinsbeck und Leuth |
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Naturpark Schwalm-Nette: Blick auf die
Hinsbecker Schweiz mit den Krickenbecker Seen |

Schloss Krickenbeck |
An den so genannten Krickenbecker Seen liegt Schloss Krickenbeck, das in seiner heutigen
Gestalt Anfang des 20. Jahrhunderts in Neorenaissance-Formen
errichtet wurde. Die Ursprünge der ehemaligen Wasserburg reichen
allerdings bis ins Hohe Mittelalter zurück. Drei Kilometer
südöstlich von Schloss Krickenbeck befindet sich ein weiteres,
aber bedeutend kleineres historisches Herrenhaus: Haus Bey, das
sein heutiges Erscheinungsbild einem Umbau aus der Zeit um 1800
verdankt, wird seit 1992 von einem Golfclub verwaltet.
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Zwei Burgen sind auf
dem Gebiet von
Lobberich vorhanden, einem Ort, der schon eine mindestens
1000 Jahre alte Geschichte aufweisen kann: Burg Bocholtz und Burg Ingenhoven.
Burg Bocholtz, die erstmalig 1096 erwähnt wurde, hat allerdings
die vielen Jahrhunderte nur fragmentarisch überstanden. Nur die
Ruine des so genannten Kaiserturmes und ein spätmittelalterliches
Torhaus sind noch als durchaus sehenswerte Reste alter Baukunst am
Niederrhein vorhanden. Burg Ingenhoven, deren erste urkundliche
Erwähnung in das Jahr 1403 fällt, ist dagegen vollständig,
jedoch in einer
neugotischen Gestalt aus dem späten 19. Jahrhundert erhalten. Sie
befindet sich in einem Park im Ortszentrum.
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Haus Bey |
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Ruine Burg Bocholtz und Burg
Ingenhoven
Als weitere erwähnenswerte
Sehenswürdigkeiten in Nettetal-Lobberich gelten sowohl die alte
katholische Pfarrkirche, ein dreischiffiges Gotteshaus aus dem
späten Mittelalter, als auch die große doppeltürmige Pfarrkirche
St. Sebastian. Letztere wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet.
Aus der Zeit um 1900 stammen ebenfalls noch eine Vielzahl alter
Bürgerhäuser, die das Ortsbild von Lobberich nicht unerheblich
verschönern.

Pfarrkirche St. Sebastian in Lobberich und
Stammenwindmühle in Hinsbeck
Die Kirche
St. Peter in Hinsbeck
ist ein 1863-67 vollendeter neoromanischer Bau. Kurz vorher wurde
auf den Hinsbecker Höhen bzw. in der so genannten Hinsbecker
Schweiz die Stammenwindmühle errichtet. Sie ist eine von
vielen Mühlen auf Nettetaler Gebiet, seien es nun Wind- oder
Wassermühlen.
 
Hinsbeck mit Pfarrkirche St. Peter
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Nettetal: Leuther Wassermühle und
Pfarrhaus in Leuth aus dem Jahre 1664

Bauernhofgebäude, Altes Rathaus und Kirche St. Lambertus in Leuth
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Windmühle in Schaag
Älter als die
Hinsbecker Mühle sind die Windmühle in Schaag, die aus dem Jahre
1801 stammt, und die Wassermühle in
Leuth an der Nette, die sogar
auf eine dreihundertjährige Vergangenheit zurückblicken kann.
Der gesamte Ortskern von
Leuth mit der Kirche St. Lambertus, dem alten
Rathaus und vielen anderen historischen Gebäuden steht übrigens unter Denkmalschutz.
Sicherlich zählt das Dorf zu den schönsten Orten am Niederrhein. |
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Von der alten
Lamberti-Kirche in Breyell steht nur noch der mittelalterliche
Kirchturm. Die neue, doppeltürmige Kirche, die dem gleichen
Patron geweiht ist, entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in
neoromanischen Formen. Zu den ältesten Gebäuden in Breyell
zählt auch das 1634 erbaute Weiher-Kastell, ein
doppelgeschossiges, weißgeschlämmtes Backsteingebäude mit
Mansarddach. Sehenswert ist auch das alte Rathaus, das in
einfachen klassizistischen Formen in backsteinsichtiger Bauweise
Anfang des 19. Jahrhunderts entstand.

Nettetal: Lambertikirche und Weiher-Kastell in
Breyell, katholische und evangelische Kirche in Kaldenkirchen
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Kaldenkirchen wurde wie Breyell auch erstmalig im Mittelalter
urkundlich erwähnt. Aus dieser Epoche stammt noch der Turm der
katholischen Pfarrkirche St. Clemens. Das Langhaus jedoch wurde
zwischen 1893 und 1897 in gotischen Formen vollständig neu
errichtet. Unmittelbar neben dem Gotteshaus steht ein ehemaliges
Klostergebäude aus dem Jahre 1663, das heute als Pastorat genutzt
wird. Seine heutige Gestalt verdankt das überaus sehenswerte
Gebäude einem Umbau in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Die evangelische Kirche aus dem Jahre 1672 liegt hinter
der Straßenbebauung und kann durch einen kleinen Durchgang
erreicht
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Pastorat |
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