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  NETTETAL

EINFÜHRUNG

Nettetal am Niederrhein

Die Stadt Nettetal (rund 40000 Einwohner) bildet sich aus den einzelnen Orten Kaldenkirchen, Lobberich, Breyell, Hinsbeck, Leuth und Schaag, die 1970 im Zuge einer Kreisneugliederung zu einer Gemeinde zusammengeschlossen wurden. Benannt ist Nettetal nach dem Fluss Nette, der das Gemeindegebiet auf mehr als 10 km Länge durchfließt. Dieser Fluss bildet zusammen mit einer Vielzahl von Seen, ausgedehnten, teils hügeligen Heide- und Waldgebieten und ein paar historischen Wassermühlen eine abwechselungsreiche und beeindruckend schöne Landschaft am Niederrhein, die auch durch ihre Zugehörigkeit zum Naturpark Schwalm-Nette ausgezeichnet wird.

Schloss Krickenbeck
Schloss Krickenbeck

Inmitten der so genannten Hinsbecker Seen liegt Schloss Krickenbeck, das in seiner heutigen Form Anfang des 20. Jahrhunderts in Neorenaissance-Formen errichtet wurde. Die Ursprünge der ehemaligen Wasserburg reichen allerdings bis ins Hohe Mittelalter zurück.

Zwei Burgen sind auf Lobbericher Gebiet vorhanden, einem Ort, der schon eine mindestens 1000 Jahre alte Geschichte aufweisen kann: Burg Bocholtz und Burg Ingenhoven. Burg Bocholtz, die erstmalig 1096 erwähnt wurde, hat allerdings die vielen Jahrhunderte nur fragmentarisch überstanden. Nur die Ruine des sogenannten Kaiserturmes und ein spätmittelalterliches Torhaus sind noch als durchaus sehenswerte Reste alter Baukunst am Niederrhein vorhanden. Burg Ingenhoven, deren erste urkundliche Erwähnung in das Jahr 1403 fällt, ist dagegen vollständig, jedoch in einer neugotischen Gestalt aus dem späten 19. Jahrhundert erhalten. Sie befindet sich in einem Park im Ortszentrum.

Ruine Burg Bocholtz     Burg Ingenhoven in Lobberich
Ruine Burg Bocholtz und Burg Ingenhoven

Weitere erwähnenswerte Sehenswürdigkeiten in Lobberich stellen sowohl die alte katholische Pfarrkirche in Form einer dreischiffigen Halle aus dem Jahre 1642 als auch die große doppeltürmige Pfarrkirche St. Sebastian dar, letztere ein Werk des späten 19. Jahrhunderts.

Pfarrkirche St. Sebastian in Lobberich     Stammenwindmühle in Hinsbeck
Pfarrkirche St. Sebastian und Stammenwindmühle in Hinsbeck

Die Kirche St. Peter in Hinsbeck ist ein 1863-67 errichteter neoromanischer Bau. Kurz vorher wurde auf den Hinsbecker Höhen die Stammenwindmühle. Sie ist eine von vielen Mühlen auf Nettetaler Gebiet, seien es nun Wind- oder Wassermühlen.

HinsbeckHinsbeck mit Pfarrkirche St. Peter
Hinsbeck mit Pfarrkirche St. Peter

Tür in Hinsbeck

Lobberich

Kaldenkirchen

Hinsbeck am Niederrhein

Leuther Wassermühle Bauernhof in Leuth am Niederrhein
Nettetal: Leuther Wassermühle und Bauernhof aus dem Jahre 1664

Altes Rathaus in Leuth Kirche St. Lambertus in Leuth
altes Rathaus und Kirche St. Lambertus in Leuth

Älter als die Hinsbecker Mühle sind die Windmühle in Schaag, die aus dem Jahre 1801 stammt, und die Wassermühle in Leuth an der Nette, die sogar auf eine dreihundertjährige Vergangenheit zurückblicken kann. Der gesamte Ortskern von Leuth mit der Kirche St. Lambertus, dem alten Rathaus und vielen anderen historischen Gebäuden steht übrigens unter Denkmalschutz. Sicherlich zählt das Dorf zu den schönsten Orten am Niederrhein.

Von der alten Lamberti-Kirche in Breyell steht nur noch der mittelalterliche Kirchturm. Die neue, doppeltürmige Kirche, die dem gleichen Patron geweiht ist, entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in neoromanischen Formen. Zu den ältesten Gebäuden in Breyell zählt auch das 1634 erbaute Weiher-Kastell, ein doppelgeschossiges, weißgeschlämmtes Backsteingebäude mit Mansarddach. Sehenswert ist auch das alte Rathaus, das in einfachen klassizistischen Formen in backsteinsichtiger Bauweise Anfang des 19. Jahrhunderts entstand.

Lambertikirche in Breyell   Weiher-Kastell in Breyell   katholische Kirche in Kaldenkirchen   evangelische Kirche in Kaldenkirchen
Nettetal: Lambertikirche und Weiher-Kastell in Breyell, katholische und evangelische Kirche in Kaldenkirchen

Kaldenkirchen wurde wie Breyell auch erstmalig im Mittelalter urkundlich erwähnt. Aus dieser Epoche stammt noch der Turm der katholischen Pfarrkirche St. Clemens. Das Langhaus jedoch wurde 1894 in gotischen Formen vollständig neu errichtet. Die evangelische Kirche aus dem Jahre 1672 liegt hinter dem alten Pfarrhaus und kann von der Straße aus nicht gesehen werden. 

Nützliche Links:

http://www.nettetal.de   

 

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