Erwähnung verdient außerdem
die evangelische Stadtkirche, unter deren Innenausstattung eine
wertvolle Barockorgel hervorragt. Das sakrale Gebäude wurde
schon vor der Reformation am Niederrhein als Klosterkirche im 15. Jahrhundert
errichtet und ist zuletzt durch Anfügung eines neugotischen Turmes
im Jahre 1890 erweitert worden. |

evangelische Stadtkirche und
Förderturm des Bergwerks Rheinpreußen 4 |

Kohlebergwerk Rheinpreußen 4 |
Einen
weiteren Turm
auf dem Stadtgebiet von Moers baute man rund 10 Jahre später: den
Förderturm des Kohlebergwerkes Rheinpreußen 4. Die gesamte
Zechenanlage, die Anfang der 60iger Jahre des letzten Jahrhunderts
stillgelegt wurde, ist mittlerweile restauriert und als
Industriedenkmal eingestuft. Der eben erwähnte, mehr als 100
Jahre alte Förderturm zählt übrigens zu den
ältesten erhaltenen Doppelstrebengerüsten Deutschlands. Die zur
Zeche gehörige Bergarbeitersiedlung Meerbeck in unmittelbarer
Nähe entstand ab 1904, als man mit der Kohleförderung begann. |
Türme kann man auch im
Stadtteil Kapellen, Ortsteil Holderberg erblicken. Dort steht
Schloss Lauersfort, ein ehemaliges Wasserschloss, dessen Ursprünge bis in das
späte Mittelalter zurückgehen. Unmittelbar südlich befindet sich
ein weiteres denkmalgeschütztes ehemaliges Herrenhaus, der
so genannte Peterhof, der in klassizistischen Formen im 19.
Jahrhundert erbaut wurde. In Kapellen selber hat sich eine
besonders alte Kirche erhalten, deren bemerkenswertestes Bauglied
ein schöner gotischer Chor ist. |
 
Peterhof und evangelische Kirche in
Moers-Kapellen |
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Schloss Lauersfort, evangelische
Kirche in Repelen und historisches Gebäude der
Bergarbeitersiedlung Repelen
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Rheinpreußen 6/7: Kohlenmischhalle und
Wasserturm

Gipfelkreuz der Bergehalde Pattberg |
Eine weitere
Sehenswürdigkeit außerhalb des Stadtzentrums von Moers stellt die
evangelische Kirche im Ortsteil Repelen dar. Der nicht
mehr vorhandene ursprüngliche Bau aus dem frühen Mittelalter war
eine der ältesten Kirchen am Niederrhein. Heute sieht man zwar ein sehr altes, aber
ein im
wesentlichen gotisches und damit etwas jüngeres sakrales Bauwerk. Bauhistorisch bemerkenswert ist auch die
so genannte Siedlung Repelen, eine Bergarbeitersiedlung, die zwischen 1930 und
1936 entstand. Die dort wohnenden Kumpel arbeiteten auf der nahe
gelegenen Schachtanlage Pattberg bzw. Rheinpreußen 6/7, die
aber mittlerweile stillgelegt und größerenteils demontiert ist.
Auf der noch vorhandenen großen, ehemaligen Kohlenmischhalle hat
man übrigens eines der größten Solardächer Deutschlands
installiert. Die 62 Meter hohe, heute begrünte Bergehalde
der Zeche Pattberg kann auf befestigten Wegen bis zum Gipfelkreuz
bestiegen werden. Vom Gipfel aus hat man eine gute Fernsicht auf
Moers und die angrenzenden Gemeinden, kurz gesagt: auf weite Teile
des nördlichen Niederrhein. |