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Weitere interessante Museen
befinden sich im Ortsteil Linn, der erst 1906 durch Eingemeindung
seine Selbständigkeit verlor, bis dahin sogar eigene Stadtrechte seit dem 13.
Jahrhundert besaß und auch ansonsten als Exklave der Kölner
Kurfürsten eine ganz andere Geschichte aufzuweisen hat als das
ursprüngliche und eigentliche Krefeld. Das Deutsche
Textilmuseum am Andreasmarkt in Linn beherbergt eine
reichhaltige Sammlung von Textilien aus aller Welt und
unterstreicht somit auch Krefelds herausragende historische Leistungen
in der Tuchmacherei.
Das Niederrheinische
Landschaftsmuseum ist ebenfalls hier angesiedelt. Die
Ausstellungen dieses Museums in der Wasserburg Linn zeigen unter
anderem Funde aus römischer und fränkischer Zeit und andere
regionale Exponate. Die in mehreren Schritten seit dem 12.
Jahrhundert errichtete Burg brannte während des Spanischen
Erbfolgekrieges 1702 völlig ab und wurde nicht viel später als
echte Ruine in einen Landschaftspark miteinbezogen.
Außerdem ließ der Kölner Kurfürst Clemens August im
Bereich der Vorburg ein schlichtes Jagdschloss erbauen.
 
Andreasmarkt in Linn und Schlösschen
Greiffenhorst
Ein imposantes Jagdschloss
findet man im nahe liegenden Greiffenhorstpark. Cornelius de Greiff
ließ sich hier in den Jahren um 1840 das dreistöckige
klassizistische Schlösschen Greiffenhorst errichten.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Besuch in Linn,
dessen gesamter historischer Ortskern außerdem noch seit 1987
unter Denkmalschutz gestellt ist, rechtfertigt alleine schon eine
Fahrt nach Krefeld. Ohne Frage ist Linn einer der schönsten Orte
am nördlichen Niederrhein.
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