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  KAMP-LINTFORT

EINFÜHRUNG

Kamp-Lintfort am Niederrhein

Die fast 40000 Einwohner von Kamp-Lintfort verteilen sich auf 11 Ortsteile, wobei die meisten von ihnen im stark vom Bergbau geprägten Lintfort wohnen. Den Kohlebergbau  kann man - ohne zu zögern - als die Wurzel und Ursprung des Ortsteils Lintfort bezeichnen.

Bergarbeiter-Relief

Bergwerk West
Bergwerk West

Unübersehbar ist das Bergwerk West, das im Jahre 1912 unter dem Namen Zeche Friedrich Heinrich in Betrieb genommen wurde und auch heute noch Kohle fördert. Die alten weitläufigen Zechenanlagen über dem Erdboden sind sehenswert und ohne Zweifel denkmalwürdig. Östlich der Zeche entstand ebenfalls zu Anfang des 20. Jahrhunderts eine große Bergarbeitersiedlung. Die so genannte Altsiedlung ist die durchaus sehenswerte "Altstadt" Lintforts. Anderenorts wird das Ortsgebiet von Lintfort hauptsächlich durch moderne Gebäude aus den 60iger und 70iger Jahren bestimmt, die heute eher wie ein Horror als ein Segen wirken und gar nicht so richtig zur Beschaulichkeit des Niederrhein passen wollen.

Schließlich sei auch noch auf das Geologische Museum in Lintfort hingewiesen. Es beherbergt die unter anderem geologische Sammlung des Bergwerks Friedrich Heinrich.

Bergwerk West in Kamp-Lintfort

Bergarbeitersiedlung

Bergarbeitersiedlung

Bergarbeitersiedlung in Kamp-Lintfort

Haus Dieprahm
Haus Dieprahm

Kirche Kloster Kamp
Klosterkirche

Zwischen Kamp und Lintfort liegt Haus Dieprahm im Ortsteil Gerstfeld. Der schöne ehemalige Adelssitz, dessen Fassade von zwei Ecktürmen flankiert wird, befindet sich in Privatbesitz. Napoleon soll in den alten Gemäuern einmal ein Nachtquartier bezogen haben. Die bedeutendste kunsthistorische Sehenswürdigkeit im Gemeindegebiet bietet der Ortsteil Kamp mit einem 1123 gegründetem Zisterzienserkloster. Die ursprüngliche mittelalterliche Klosteranlage ist zwar nicht mehr erhalten, aber die 1683 wieder aufgebaute Kirche mit ihren Zwiebeltürmchen, das weitgehend historische Ortsbild von Kamp und vor allen Dingen der barocke Terrassengarten zählen zweifelsfrei zu den schönsten Plätzen am Niederrhein. Gegenüber der Klosterkirche hat das Ordensmuseum seinen Platz erhalten. Es stellt die Geschichte und Tradition des Zisterzienserordens dar.

Gartenanlagen Kloster Kamp
Gartenanlagen Kloster Kamp

Bauernhof nahe Kamp-Lintfort
Kamp
See in der Nähe von Haus Frohnenbruch am Niederrhein

Bergarbeitersiedlung  Modernes Kamp-Lintfort
alte Bergarbeitersiedlung und großes Wohn- und Geschäftsgebäude in Kamp-Lintfort

Kamp und Lintfort wurden übrigens 1934 zu einer Gemeinde vereinigt. Auch das bis dahin selbständige Hoerstgen wurde im gleichen Jahr eingemeindet. Das Dorf kann noch ein weitgehend historisches Ortsbild entlang der Hauptstraße aufweisen. Bemerkenswert in Hoerstgen ist besonders die schöne evangelische Kirche aus dem 15. Jahrhundert, die in ihrem Inneren über eine barocke Orgel verfügt. Außerhalb des Dorfes findet man als Sehenswürdigkeit noch Haus Frohnenbruch, einen alten Herrensitz, der bis heute landwirtschaftlich genutzt wird. Um ihn herum breitet sich die typische Landschaft des Niederrhein mit seinen Dörfern, Bächen, Feldern, Wiesen und Wäldern aus.

Kirche in Hoerstgen   Haus Frohnenbruch in Kamp-Lintfort
Kirche und Haus Frohnenbruch in Hoerstgen

Neben der Klosterkirche in Kamp gibt es auch in zwei weiteren Ortsteilen von Kamp-Lintfort bemerkenswerte historische Sakralbauten, darunter die denkmalgeschützte Kapelle St. Mariä Himmelfahrt im Ortsteil Eyll. Die aus dem 15. Jahrhundert stammende Kapelle gehörte zu einem Wasserschloss, von dem heute leider nur noch der Stumpf eines Wehrturmes und Teile der Außenmauer übrig geblieben sind. Auf dem Gelände des Hoogenhof im Ortsteil Saalhoff befindet sich die schon angedeutete zweite interessante Kapelle. Sie stammt aus dem Jahre 1716. Bemerkenswert sind die schönen Schmuckfenster des ansonsten eher schlicht gehaltenen Backsteingebäudes.

St. Mariä Himmelfahrt in EyllKühe in Eyll am NiederrheinKapelle des Hoogenhofs in Kamp-Lintfort
St. Mariä Himmelfahrt und Kuhweide in Eyll (links) und Kapelle des Hoogenhofs (rechts)

Dass der Zweite Weltkrieg an Kamp-Lintfort und am Niederrhein nicht spurlos vorübergegangen ist, kann man heute noch unmittelbar an zwei großen Kriegsgräberstätten auf dem Gemeindegebiet erkennen. Beide liegen in der Nähe der Bundesstraße 510 und sind voneinander rund 4 Kilometer entfernt.
Auf dem Soldatenfriedhof Niersenberg haben unsere Landsleute ihre letzte Ruhe gefunden. Darunter befinden sich auch Zivilisten, die bei Bombenangriffen ums Leben kamen. Außerdem sind hier Kriegsgefallene aus dem 1. Weltkrieg bestattet worden.
Der Englische Soldatenfriedhof wird offiziell Rheinberg War Cemetery genannt. Er wurde sehr nahe der Stadt Rheinberg angelegt, liegt aber gerade noch auf dem Gebiet von Kamp-Lintfort. Die Gräber von mehr als 3000 Soldaten aus den Commonwealth-Ländern, die während des 2. Weltkrieges hauptsächlich im Luftkampf ihr Leben ließen, findet man auf dem weitläufigen und sehr gepflegten Friedhof.

Soldatenfriedhof NiersenbergRheinberg War Cemetery
Deutscher und Englischer Soldatenfriedhof

Nützliche Links:

http://www.kamp-lintfort.de   http://www.kloster-kamp.de   http://www.frohnenbruch.de  

 

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