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niederrhein-nord.de
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Orte am unteren Niederrhein:
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Die
greifbare Geschichte von Kalkar und seiner unmittelbaren Umgebung
am Niederrhein beginnt
schon mit den alten Römern: Südlich des Monreberg rund 2
Kilometer vom heutigen Stadtzentrum entfernt lag einst das römische Hilfstruppenkastell Burginatium, das zum Zwecke der Grenzsicherung
des Imperium Romanum im ersten nachchristlichen Jahrhundert
errichtet wurde. Auf eben erwähntem Hügel standen dann rund 1000
Jahre später ab dem 10.
Jahrhundert nacheinander unterschiedliche Burgen. Wenngleich von diesen frühesten
Besiedlungen leider nichts sichtbares mehr übrig geblieben ist, so hat
sich doch in Kalkar selber viel historische Bausubstanz aus dem
Späten Mittelalter erhalten: |

Rathaus und Nikolaikirche
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Das heutige Rathaus
wurde um 1440 rund 200 Jahre nach der Stadtwerdung erbaut. Der
backsteinsichtige, massive dreigeschossige Bau mit Walmdach und
achteckigem Mittelturm gilt als einer der bedeutendsten
mittelalterlichen Bauten am gesamten Niederrhein. Der Baubeginn
der imposanten Nikolaikirche fällt ins Jahr 1409. Die
dreischiffige gotischen Hallenkirche ist mit einer Vielzahl
bedeutender Kunstwerke, darunter mehrere Altäre aus der Zeit um
1500, ausgestattet. Am Rathaus und an der Nikolaikirche ist auch
heute noch der außerordentliche Wohlstand des mittelalterlichen
Kalkar ablesbar, der in erster Linie auf einer blühenden
Wollwebereiindustrie, einer tüchtigen Kaufmannschaft und der Hansemitgliedschaft
der Stadt beruhte.
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Dieser wirtschaftliche Erfolg aus
der Hansezeit schlug sich auch in nicht wenigen erhaltenen imposanten
Bürgerhäusern nieder, die heute noch neben anderen historischen
Gebäuden aus späteren Epochen das Stadtbild von Kalkar nicht
unerheblich prägen. Zum historischen Baubestand zählen unter
anderem zwei
gotische Giebelhäuser, die sich unmittelbar hinter dem Rathaus
befinden und das Städtische Museum und Stadtarchiv
beherbergen. Ein weiteres schönes spätmittelalterliches Haus ist
der so genannte Beginenhof in der Kesselstraße. |

Städtisches Museum

Beginenhof
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Marktplatzfassaden mit evangelischer Kirche
im Hintergrund |



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Ein
weiterer netter Flecken auf dem Gemeindegebiet von Kalkar ist das
Dorf Grieth,
das unmittelbar am Rhein liegt. An die verwinkelten Gassen und
Straßen des Dorfes schmiegt sich rheinseitig die spätgotische Pfarrkirche St. Peter
und Paul mit bedeutender Innenausstattung an. Besuchenswert ist
auch das kleine Heimatmuseum am Marktplatz. |

Grieth am Rhein |
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Aussicht auf den Rhein bei
Kalkar-Hönnepel
Wer einmal ein
sehr beschauliches Dorf am Niederrhein sehen möchte, fährt am
besten nach Hanselaer und schaut sich dabei unbedingt auch
noch die kleine mittelalterliche Kirche St. Antonius an. Eine
weitere schöne Kirche aus dem 15. Jahrhundert (St. Regenfledis) und außerdem einen
großen Freizeit- und Erlebnispark namens "Kernwasser
Wunderland", der aus einem nie in Betrieb genommenen
Atomkraftwerk mit der damals offiziellen Bezeichnung "Schneller
Brüter Kalkar" hervorgegangen ist, findet man im Ortsteil Hönnepel
unmittelbar am Rhein.

Hanselaer (links oben), Kernwasser
Wunderland (rechts oben), St. Regenfledis (links unten) und Haus Boetzelaer (rechts unten)
 
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Düffelsmühle nahe Niedermörmter |
Schließlich
seien noch zwei Sehenswürdigkeiten im Umland von Kalkar genannt:
Nahe beim Dorf Appeldorn an einem alten
Rheinarm liegt Haus Boetzelaer, ein alter Rittersitz aus dem
Mittelalter, der heute nach Hinzufügung moderner Architekturteile
als Hotel genutzt wird. Und schließlich steht unmittelbar westlich
von Niedermörmter auf einem Hügel die Düffelsmühle
("Teufelsmühle"), ein kleines mittelalterliches Bauwerk inmitten
eines modernen großen Golfplatzes.
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Nützliche Links: |
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http://www.kalkar.de
http://www.stnicolai.de
http://www.heimatmuseum-grieth.de
http://www.duenendorf-wissel.de
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