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Außerhalb des Ortszentrums von Walbeck trifft man außerdem noch auf zwei kleine sehenswerte Wege- bzw. Flurkapellen. Das so genannte Josefskapellchen steht heute allerdings unmittelbar am nördlichen Ortsrand. Der kleine neugotische Backsteinbau wurde 1875 errichtet. Ein weiteres, ungefähr zur gleichen Zeit entstandenes Kapellchen säumt die Straelener Straße südlich von Walbeck. Das kleine sakrale Bauwerk wird von Feldern, Weiden, Bauernhöfen und Gartenbaubetriebe umringt, die neben den schon angesprochenen Wäldern auch an anderen Stellen die landschaftliche Umgebung von Walbeck prägen. Im Umkreis des Dorfes findet man auch einige schöne alleinstehende Bauernhäuser aus alten Zeiten.
Unter den alten Bauwerken im Ortskern wird auch dem Alten Pastorat eine besondere kulturhistorische Bedeutung beigemessen. Das weiß verputzte zweigeschossige Gebäude mit geschwungenem Giebel und Eckfilialen an der Südseite lässt sich in das frühe 17. Jahrhundert datieren. Zu den vielen weiteren interessanten Beispielen alter Architektur in Walbeck zählen u. a. auch ein 1715 erbautes Wohnhaus in der Luciastraße und ein reich geschmücktes Giebelhaus aus dem 19. Jahrhundert in der Hochstraße (siehe die folgenden Fotos). Ein relativ großes, weiß angestrichenes Gebäude am Marktplatz gibt sich durch eine Inschrift über dem Eingang als Alte Bürgermeisterei zu erkennen. Es wurde Anfang des 19. Jahrhunderts als Teil eines landwirtschaftlichen Anwesens errichtet, das aber über einen längeren Zeitraum auch eine Amtsstube des Walbecker Bürgermeisters beherbergte. Einen solchen kann man heute nicht mehr wählen, denn im Jahre 1969 wurde das Dorf nach Geldern eingemeindet.
Vor der Alten Bürgermeisterei wurde im Jahre 2002 ein alter Grenzstein aus dem Jahre 1818 aufgestellt. Er diente früher in der Nähe von Walbeck als unmittelbar sichtbares Zeichen der Beschlüsse des Wiener Kongresses 1814/15 und markierte somit die neu festgelegte Grenze zwischen den Niederlanden und dem damaligen Deutschen Bund, die eine Kanonenschusslänge östlich von der Maas verlaufen sollte. Daher wurde Arcen an der Maas den Niederlanden, das benachbarte Walbeck aber dem Deutschen Bund zugeschlagen. Über diesen Grenzeabschnitt fielen 1945 alliierte Truppen in Deutschland ein und errichteten auf dem Walbecker Schulhof ein Befehlszelt, in dem sich Churchill, Eisenhower und Montgomery am 24. März trafen, um die weiteren Invasionspläne zu erörtern. Eine Gedenktafel an dem Gebäude Walbecker Straße 13 erinnert an den sicherlich denkwürdigen Tag, an dem das Dorf plötzlich für kurze Zeit einmalig im Mittelpunkt des Weltgeschehens stand. Andere örtliche Geschichtsdaten haben allerhöchstens lokale Bedeutung. Dazu gehören z. B. die schon erwähnte Eingemeindung nach Geldern im Jahre 1969 und auch die 1973 erfolgte Eröffnung des Waldfreibads.
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GEMEINDE GELDERN | STRAßENMALER | WALBECK |
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