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  EMMERICH

EINFÜHRUNG

Emmerich

Unweit der Stelle, an der der Rhein die deutsch-niederländische Grenze überschreitet, liegt Emmerich. Je nach Standpunkt ist der Ort also die erste bzw. die letzte deutsche Stadt am Rhein. Der schon im Mittelalter aufgrund seiner günstigen Verkehrslage am Fluss bedeutende Handelsort erhielt 1233 Stadtrechte und war später sogar Mitglied in der Hanse. Die Geschichte Emmerichs reicht aber noch weiter zurück: Eine erste urkundliche Erwähnung des Ortes fällt in das beginnende 9. Jahrhundert. 

Rhein und Rheinbrücke
Rhein und Rheinbrücke

Im Oktober 1944 wurde Emmerich durch Brandbomben nahezu vollständig zerstört. Nach dem zweiten Weltkrieg musste die traditionsreiche Stadt am Niederrhein quasi neu errichtet werden. Dennoch hat sich von der  alten Bebauung im Ortskern noch etwas erhalten: Drei Giebelhäuser in der Steinstraße, die ursprünglich aus dem 17. Jahrhundert stammen, und außerdem drei Kirchen haben die Wirren der Zeit überstanden.

Kirche St. Martin in Emmerich
Kirche St. Aldegundis
Christuskirche
die 3 Kirchen in der Innenstadt von Emmerich

Die älteste unter ihnen ist St. Martin, die um das Jahr 1040 erbaut und nach erheblichen Beschädigungen durch Rheinhochwasser rund 500 Jahre später in wesentlichen Teilen komplett erneuert werden musste. Vom ursprünglich romanischen Bau sind also nur noch der Chor, die Krypta und die Vierungspfeiler erhalten. Die Schatzkammer und Inneneinrichtung, zu der u. a. ein mittelalterliches Chorgestühl und ein Bursenreliquar aus dem 10. Jahrhundert gehören, sind sehens- und bemerkenswert.

  

St. Aldegundis wurde als dreischiffige spätgotische Pseudobasilika zwischen 1449 und 1514 errichtet. Nach den Zerstörungen während des 2. Weltkrieges erhielt ihr Turm keine neue Haube, sondern eine schöne steinerne Krone. 

 

Die evangelische Christuskirche ist eine Predigtkirche niederländischer Prägung. Der außergewöhnliche Ziegelbau aus der Zeit um 1700, der vielleicht eher den Anschein eines Verwaltungsgebäudes als einer Kirche aufweist, wird von Walmdächern und einer achteckigen Laterne bekrönt.

Zu den ältesten Gebäuden in Emmerich zählt auch das Rathaus, das 1939 vollendet wurde. Gegenüber dem Rathaus liegt das Rheinmuseum. Die interessanten Ausstellungen widmen sich sowohl der Rheinschifffahrt und der Verbindung  Emmerichs  zu Deutschlands bedeutendstem Fluss als auch der Stadtgeschichte selber. Vom Museum sind es nur wenige Schritte bis zur schönen und überaus langen Rheinpromenade, die mit viel Aufwand in den letzten Jahren neu gestaltet wurde. 

Rheinpromenade Emmerich
die Rheinpromenade  

Emmerich am Niederrhein

Martini- und Christuskirche

Emmerich-Hüthum

Die Promenade bietet neben einer Unzahl von kulinarischen Angeboten auch einen Blick auf die 1965 vollendete Rheinbrücke mit ihrem markanten rötlichen Anstrich. Ihre mächtigen Pylone erreichen beinahe eine Höhe von 80 Metern. Die auch ansonsten sehr beeindruckende Hängebrücke, die die längste ihrer Art nicht nur am Niederrhein, sondern ebenfalls in ganz Deutschland ist, verbindet Emmerich mit Kleve. 

Rheinbrücke Emmerich
Rheinbrücke

Schlösschen Borghees Schlösschen Borghees

Etwas außerhalb des Stadtkerns in der Hüthumer Straße liegt das Schlösschen Borghees, ein zweigeschossiger Backsteinbau aus dem 17. Jahrhundert mit hohem Treppenturm. Es wird heute unter anderem für Ausstellungen und Konzerte genutzt.

St. Vitus in Elten am NiederrheinEmmerich-Eltenehemaliges Rathaus und Baronie
Elten mit St. Vitus (links) und dem ehemaligen Rathaus und Baronie (rechts)

Rund 5000 der etwa 30000 Einwohner zählenden Gemeinde Emmerich wohnen im Stadt- bzw. Ortsteil Elten, der rund 10 km westlich vom eben beschriebenen Altstadtgebiet liegt. Auf dem Eltenberg, einer 60 Meter in die Höhe reichenden Stauchendmörane aus der Eiszeit, befindet sich eine der ältesten und bedeutendsten Kirchen am Niederrhein: die ehemalige Stiftskirche St. Vitus. Sie ist nicht mehr vollständig im originalen Zustand erhalten, aber der Westturm und die drei westlichen Langhausjoche des romanischen Baus vom Anfang des 12. Jahrhunderts haben mehreren Kriegen und Zerstörungen im Laufe der Jahrhunderte bis heute getrotzt. Trotz dieser reduzierten Form darf man St. Vitus aber immer noch als sehr sehenswert bezeichnen. Neben der Kirche haben sich von den anderen Stiftsgebäuden außerdem zwei Äbtissinnenwohnhäuser erhalten. In der Klosterstraße steht als ein weiteres bemerkenswertes historisches Bauwerk das ehemalige Rathaus und Baronie, ein klassizistisches Backsteingebäude mit besonders hervorgehobenen Eingangsbereich.

Nützliche Links:

http://www.emmerich.de   http://www.erholungsort-elten.de  

 

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