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Wenn man in der Streusiedlung Borghees unbedingt einen Ortsmittelpunkt festlegen möchte, dann eignet sich wohl am besten ein kleines, ehemaliges Herrenhaus dafür. Der recht gefällige Backsteinbau aus dem 17. Jahrhundert wird Schlösschen Borghees genannt. Auffälligstes Bauglied ist ein hoher Treppenturm an der ansonsten eher sparsam dekorierten Rückseite. Bei der Gestaltung der Hauptfassade hat man dagegen mehr Aufwand betrieben. Die Fenster werden hier durch geschossübergreifende Halbsäulen voneinander getrennt. Die Eingangstür in der mittleren Achse wird ebenfalls von zwei Halbsäulen und einem segmentbogigen Giebelfeld gerahmt, über dem ein Wappen mit der Jahreszahl 1680 angebracht ist. Das Schlösschen wird heute übrigens unter anderem für Ausstellungen, Theateraufführungen und Konzerte genutzt. Außerdem befindet sich in dem alten Gemäuer ein Trauzimmer des Standesamts Emmerich.
Haus Hassent ist ein weiteres ehemaliges Herren- bzw. Gutshaus auf dem Gebiet von Borghees. Es ist wohl 100 Jahre älter als das eben besprochene Schlösschen. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Fassade des zweigeschossigen Hauptgebäudes aber erst am Ende des 18. Jahrhunderts. Bei dieser Renovierung wurden auch die Eingangstür und die unmittelbar angrenzenden Fenster aufwändig mit Halbsäulen gerahmt. Gemeinsam tragen sie als oberen Abschluss einen profilierten Architraven, d. h. einen horizontalen Balken. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Herrenhaus liegt übrigens der Golfplatz Borghees. Die gepflegte Anlage darf sich rühmen, in eine besonders herrliche niederrheinische Landschaft mit Aussicht auf den Eltenberg eingebettet zu sein.
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GEMEINDE EMMERICH | ELTEN | HÜTHUM und BORGHEES |
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