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  EMMERICH - HÜTHUM und BORGHEES

GEMEINDE EMMERICH  |  ELTEN  |  HÜTHUM und BORGHEES

Blick auf Hüthum

Hüthum und Borghees

1969 wurden die beiden nebeneinander liegenden Ortschaften Hüthum und Borghees nach Emmerich eingemeindet. Während man Hüthum mit seinen 3000 Einwohnern als ein stattliches Dorf im herkömmlichen Sinne bezeichnen darf, wohnen im Gebiet von Borghees gerade einmal 300 Menschen, ohne dass man einen eigentlichen Ortskern feststellen kann: Die Gebäude liegen zwischen Wäldern, Feldern und Wiesen verstreut über der Landschaft. Hier könnte man wohl am besten nicht von einem Dorf, sondern von einer Ansammlung sporadischer Siedlungspunkte sprechen. Der Fachbegriff dafür lautet Streusiedlung.

Borghees
Borghees

Kirche St. Georg in Hüthum  Kirchturm
Kirche St. Georg in Hüthum

Das Ortszentrum von Hüthum lässt sich dagegen schnell und leicht entdecken. Dort steht nämlich die recht eindrucksvolle Kirche St. Georg, deren graziler achteckiger Turm schon aus der Ferne gut sichtbar ist. Das Gotteshaus wurde in den Jahren um 1900 in der Form einer neugotischen Backsteinbasilika mit Querschiff und mehrseitig abschließenden Chor errichtet. Zu der recht interessanten Innenausstattung zählen auch mehrere mittelalterliche Skulpturen.

MarienaltarDenkmal für den Maler Bernd TerhorstDenkmal für die Schriftstellerin Elisabeth Terhorst
Marienaltar und Denkmale für Bernd und Elisabeth Terhorst

Auf einem kleinen Plätzchen zwischen Gut Falkenstein und der Kirche befindet sich seit 2011 ein überaus schöner Marienaltar. Die Tafeln des Triptychons zeigen u. a. die so genannte Hüthumer Madonna und Engel, die Posaune spielen. Diese Bilder spielen auf eine alte lokale Legende an, in der ein einfacher Tagelöhner namens Johann Geveling durch himmlische Wunderzeichen beauftragt wurde, an der Stelle der heutigen Georgskirche eine Kapelle zu errichten.
Auf dem Platz sieht man auch noch zwei kleinere weltliche Gedenkstätten: Ein Denkmal ist dem Maler Bernd Terhorst, das andere seiner Frau, der Schriftstellerin Elisabeth Terhorst, gewidmet. Das Künstlerehepaar lebte und wirkte nicht weit von Hüthum entfernt im Haus Alt-Voorthuysen am Fuße des Eltenberges.

Haus in Hüthum an der Eltener StraßeBlick auf die Eltener Straße
Häuser an der Dorfhauptstraße

Nicht nur dieser ansehnlich gestaltete Platz trägt zum gefälligen Erscheinungsbild von Hüthum bei, sondern ebenfalls die größerenteils erhaltene historische Wohn- und Nutzbebauung, die die alten, eher bäuerlichen Dorfstrukturen noch gut erkennen lässt. Gleichwohl muss man außerdem feststellen, dass auch in diesem Dorf am Niederrhein die Zahl der Neubauten, in der Regel Einfamilienhäuser, mittlerweile deutlich die Mehrheit bildet. Zur historischen Bebauung im Dorf zählen neben der schon beschriebenen Kirche auch mehrere Wohnhäuser, ein Volksschulgebäude und eine Windmühle. Der so genannte Turmholländer wurde übrigens 1873 erbaut.

Altes Wohnhaus in HüthumVolksschulgebäudeWindmühle
Wohnhaus, Volksschulgebäude und Mühle in Hüthum

 

 

 

Giebel

Emmerich-Hüthum

Neubaugebiet

Brunnen mit Skulptur des Georg in Hüthum

Bauernhof in BorgheesAnsichten von BorgheesLandschaftsbild

Wenn man in der Streusiedlung Borghees unbedingt einen Ortsmittelpunkt festlegen möchte, dann eignet sich wohl am besten ein kleines, ehemaliges Herrenhaus dafür. Der recht gefällige Backsteinbau aus dem 17. Jahrhundert wird Schlösschen Borghees genannt. Auffälligstes Bauglied ist ein hoher Treppenturm an der ansonsten eher sparsam dekorierten Rückseite. Bei der Gestaltung der Hauptfassade hat man dagegen mehr Aufwand betrieben. Die Fenster werden hier durch geschossübergreifende Halbsäulen voneinander getrennt. Die Eingangstür in der mittleren Achse wird ebenfalls von zwei Halbsäulen und einem segmentbogigen Giebelfeld gerahmt, über dem ein Wappen mit der Jahreszahl 1680 angebracht ist. Das Schlösschen wird heute übrigens unter anderem für Ausstellungen, Theateraufführungen und Konzerte genutzt. Außerdem befindet sich in dem alten Gemäuer ein Trauzimmer des Standesamts Emmerich.

Eingangstür des Schlösschen BorgheesSchlösschen BorgheesHaus Hassent
Schlösschen Borghees (Eingangstür und Hauptfassade) und Haus Hassent

Haus Hassent ist ein weiteres ehemaliges Herren- bzw. Gutshaus auf dem Gebiet von Borghees. Es ist wohl 100 Jahre älter als das eben besprochene Schlösschen. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Fassade des zweigeschossigen Hauptgebäudes aber erst am Ende des 18. Jahrhunderts. Bei dieser Renovierung wurden auch die Eingangstür und die unmittelbar angrenzenden Fenster aufwändig mit Halbsäulen gerahmt. Gemeinsam tragen sie als oberen Abschluss einen profilierten Architraven, d. h. einen horizontalen Balken. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Herrenhaus liegt übrigens der Golfplatz Borghees. Die gepflegte Anlage darf sich rühmen, in eine besonders herrliche niederrheinische Landschaft mit Aussicht auf den Eltenberg eingebettet zu sein.

Golfplatz BorgheesBlick über den Golfplatz

Blick über den Rhein nach Hüthum
Blick über den Rhein nach Hüthum

 

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