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  DUISBURG

EINFÜHRUNG

Duisburg am Niederrhein
Industriestandort Duisburg

Das eine halbe Millionen Einwohner zählende Duisburg ist die größte Gemeinde, die hier auf dieser Website vorgestellt wird.

Die niederrheinische Stadt wird aufgrund ihrer Lage an der Mündung der Ruhr in den Rhein berechtigterweise auch zum Ruhrgebiet gezählt. Dazu trägt auch die Tatsache bei, dass sie wie viele andere Ruhrgebietsstädte im wesentlichen durch Kohle- und Stahlindustrie groß und bedeutend geworden ist.

Rhein bei Ruhrort
der Rhein beim Stadtteil Ruhrort
Haus-Knipp-Brücke
die Haus-Knipp-Brücke, die letzte erhaltene Vorkriegsrheinbrücke auf Duisburger Stadtgebiet

Gebäude am Innenhafen Duisburg

Museum Küppersmühle

Gebäude am Innenhafen

Five Boats, Innenhafen Duisburg

In Zusammenhang mit eben erwähnten und anderen bedeutenden Industrien entstand in Duisburg der heute immer noch größte Binnenhafen Europas. Letztlich ist es nicht nur dieser Rekord, dass die Stadt weit über die eigenen Grenzen bekannt ist. Unter den vielen Hafenbecken übt der so genannte Innenhafen einen besonderen Reiz aus, der im Rahmen einer Neugestaltung ein teilweise ganz neues Gesicht erhalten hat und nun unter anderem als kulturelles und gastronomisches Naherholungsgebiet dient, aber auch als Jachthafen genutzt wird. Viele alte renovierte Hafengebäude und ästhetisch anspruchsvolle moderne Gebäude säumen mittlerweile den Innenhafen. Darunter befinden sich z. B. sowohl die um 1900 als Speichergebäude erbaute, so genannte Küppersmühle, die heute ein Zentrum bzw. Museum für moderne Kunst beherbergt, als auch das in den Jahren 2003 und 2004 erbaute Bürogebäude Five Boats, das sich durch eine besonders außergewöhnliche moderne Architektur auszeichnet. Am Innenhafen liegt auch das Kultur- und Stadthistorische Museum, das  u. a. eine Ausstellung zum Leben und Wirken des berühmtesten Duisburger Gelehrten und angesehenen Kartographen Gerhard Mercator bietet.

Wenige hundert Meter vom Museum entfernt steht ein Denkmal für Mercator direkt vor dem Haupteingang zum Rathaus. Das imposante Ratsgebäude mit einem hohen Turm wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im Stile der Neorenaissance errichtet. Direkt neben dem Rathaus steht das älteste Gebäude der Innenstadt: die gotische Salvatorkirche. In ihrer heutigen Form wurde die monumentale Basilika im 15. Jahrhundert erbaut und vor rund 100 Jahren neugotisch erweitert. Sie zählt zweifellos zu den bedeutendsten Sakralbauten am nördlichen Niederrhein. Ältestes profanes Gebäude in Duisburg ist das so genannte Dreigiebelhaus, ein Backsteingebäude, das rund 100 Jahre später als die Salvatorkirche ebenfalls in spätmittelalterlicher Bauweise entstand. 

Gerhard Mercator
Gerhard Mercator

Salvatorkirche Duisburg     Dreigiebelhaus Duisburg
Salvatorkirche und Dreigiebelhaus

Fördergerüst der ehemaligen Zeche Friedrich Thyssen in Duisburg-Hamborn
Duisburg Innenhafen
Rhein bei Ruhrort mit Kraftwerk
Industrie am Rhein

Die Ursprünge von Duisburg reichen jedoch noch viel weiter zurück: 883 wird der Ort erstmalig urkundlich erwähnt. Keimzelle der späteren Stadt ist jedoch eine fränkische Burg bzw. Königspfalz, mit deren Bau schon rund 100 Jahre früher im 8. Jahrhundert begonnen wurde. Die Siedlung, die sich um diese Pfalz bildete, entwickelt sich bis zum 12. Jahrhundert zu einer mit Stadtmauern befestigten Stadt, die später auch am Handel der Hanse partizipiert. Reste der eben erwähnten mittelalterlichen Stadtmauern sind heute noch an mehreren Stellen im Stadtbild präsent. Dass in ihrem Umfeld relativ viele moderne Nachkriegsbauten stehen, zeigt, dass Duisburg als Industriestandort bzw. Kohle- und Stahlmetropole bevorzugtes Zielobjekt alliierter Luftangriffe im 2. Weltkrieg war. Unter den nicht zerstörten historischen Gebäude in der Innenstadt sticht besonders das 1912 im neoklassizistischen Stil errichtete schöne Theatergebäude hervor. Eine weitere beachtenswerte Kulturstätte im Zentrum, oder genauer gesagt: im Zentrum des Stadtbezirks Duisburg Mitte, ist das Lehmbruck-Museum, ein 1964er-Bau. Es zeigt Werke des berühmten Duisburger Bildhauers Wilhelm Lehmbruck und außerdem Skulpturen anderer bekannter Künstler des 20. Jahrhunderts.

Deutsche Oper am Rhein
Theatergebäude und Lehmbruck-Museum
Lehmbruck-Museum in Duisburg

Landschaftspark Duisburg-NordHebeturm in Homberg
Landschaftspark Duisburg-Nord und historischer Hebeturm in Homberg

Lehmbruck wurde 1881 im heutigen Stadtteil Meiderich geboren. Der ursprünglich selbständige Ort wurde 1905 nach Duisburg eingemeindet. Eine außergewöhnliche Attraktion stellt in Meiderich ein fast gigantisches Industriedenkmal dar, und zwar das 1985 stillgelegte Hüttenwerk der Thyssen AG, dessen Werksgelände  zum Landschaftspark Duisburg Nord umgestaltet wurde, wobei man eine Synthese aus Industriekultur und Natur mit vielfältigen Unterhaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten schuf. Ein weiteres bemerkenswertes Industriedenkmal steht übrigens in Homberg auf der linken Rheinseite: der historische Hebeturm des Ruhrort-Homberger-Eisenbahntrajektes aus den Jahren 1854 bis 1856.

Das an Meiderich angrenzende Hamborn war ebenfalls bis 1929 selbständig. Das alte Rathaus, ein historistisches Gebäude aus der der Zeit kurz nach 1900 (siehe 2. Foto rechts), verbleibt auch heute noch als sichtbares Zeichen früherer Unabhängigkeit eines Ortes, der eine rund 1000-jährige eigenständige Geschichte aufweisen kann und heute noch eine 900 Jahre alte Prämonstratenser-Abteikirche beheimatet (siehe 1. Foto rechts).

Abteikirche HambornAltes Rathaus in Duisburg-Hamborn
Abteikirche und altes Rathaus in Hamborn    

Ein weiteres beeindruckendes Gotteshaus befindet sich in Duisburg-Marxloh seit dem Jahre 2008. Die Moschee, die in klassischen Formen als aufwändiger Kuppelbau mit 35 Meter hohem Minarett errichtet wurde, kann man zweifelsfrei ein wahres Fest für die Augen nennen. Außerdem ist sie sichtbarer Ausdruck des hohen muslimischen Bevölkerungsanteil in Duisburg, der seit den 60iger Jahren besonders aus der Türkei eingewandert ist, um fehlende Arbeitskräfte in der Stahl- und Kohle-Industrie zu ergänzen.

Moschee in Duisburg-Marxloh
Moschee in Marxloh

Museum der Deutschen Binnenschifffahrt
Museum der Deutschen Binnenschifffahrt

Im Stadtteil Ruhrort, dessen Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurück reichen, liegt oben erwähnter Binnenhafen, der der größte Europas ist. Die zahlreichen Hafenbecken erkundet man am besten mit den Ausflugsschiffen der weißen Flotte. Außerdem sind in Ruhrort zwei Museen bemerkenswert: Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt (s. Foto links), das in einem dafür hergerichteten, historischen Jugendstilbad untergebracht ist, und das Haniel-Museum, das ebenfalls über die Binnenschifffahrt, aber auch über Ruhrort, die Firmengeschichte des Unternehmens Haniel und andere Dinge informiert.

Wie der Name Haniel eng mit Ruhrort verbunden ist, so gilt gleiches für den Namen König und den Stadtteil Beeck. Die 1858 gegründete Brauerei, dessen bekanntestes Produkt König Pilsener heißt, bietet Kulturinteressierten ebenfalls ein Museum mit mehreren hundert Exponaten moderner Kunst. Sehenswert ist auch Beecks ältestes Gebäude aus dem Jahre 1665, der sogenannte Oberhof. Der ursprüngliche Adelssitz ist von einem kleinen Park umgeben.

Neben oben erwähnter Salvatorkirche im Stadtzentrum und der Prämonstratenserkirche in Hamborn finden sich noch weitere bedeutende mittelalterliche Sakralbauten in Duisburg: die evangelische Kirche St. Luzia in Baerl und die katholische Pfarrkirche St. Dionysius in Mündelheim. Diese überaus gefälligen romanischen Gotteshäuser sind in der Zeit um 1200 entstanden.
In Baerl stehen außerdem noch zwei alte Windmühlen. Die beiden sehenswerten technischen Denkmale wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert errichtet. Insgesamt gibt es übrigens sogar acht historische Mühlen auf dem Stadtgebiet von Duisburg.

St. Luzia in Baerl am Niederrhein    St. Dionysius in Duisburg-Mündelheim
St. Luzia in Baerl und St. Dionysius in Mündelheim

Windmühle in Baerl Windmühle in Baerl

In Friemersheim haben sich mit der schönen alten Dorfkirche, dem Lehrer- und Pfarrhaus noch weitgehend historische Dorfstrukturen erhalten. Der Wertschenhof weist  sogar noch Reste einer mittelalterlichen Burganlage auf: Von der ursprünglich viertürmigen Anlage, die nur wenige Meter vom Rhein entfernt liegt, blieb ein oktogonaler Turm erhalten. Kurz gesagt: Den typischen, d. h. den ländlich und dörflich geprägten Niederrhein kann man in Duisburg besonders in Friemersheim, aber auch im eben erwähnten Baerl vorfinden.

Dorfkirche FriemersheimDorfkirche in Friemersheim

Rheinabwärts an der Grenze zu Dinslaken liegt der Stadteil Walsum. Hier können die Freunde der niederrheinischen Landschaft und Natur noch mehr auf ihre Kosten kommen: Das Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum bietet einerseits vielen vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und Zuflucht, andererseits dem neugierigen Zeitgenossen zahlreiche Wandermöglichkeiten und landschaftlich reizvolle Impressionen. In diesem Zusammenhang sei auch noch unbedingt auf den großen Duisburger Zoo nahe dem Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg hingewiesen, der rund 4000 Tiere beherbergt, darunter Giraffen, Zebras, Elefanten, Erdmännchen, Pinguine, Delphine und die größte Menschenaffenanlage der Welt.

Rheinaue in Duisburg-Walsum am NiederrheinZooZoo
Rheinaue Walsum und Duisburger Zootiere

Nützliche Links:

http://www.duisburg.de   http://www.landschaftspark.de   http://www.rheinoper.de   http://www.museum-kueppersmuehle.de   http://www.zoo-duisburg.de

http://www.abtei-hamborn.com   http://www.innenhafen-duisburg.de   http://www.ditib-du.de   http://www.binnenschiffahrtsmuseum.de   http://www.baerl-online.de

http://www.historisches-homberg.de  

 

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