niederrhein-nord.de
Home  Fotos  Email/Impressum  Links

Orte am unteren Niederrhein:

  STADT DUISBURG

EINFÜHRUNG  |  ALT-WALSUM  |  BAERL  |  HOMBERG  |  RUHRORT

Duisburg mit einer Fläche von 232.8 km2 und einer Einwohnerzahl von fast 500.000 ist die größte Gemeinde, die hier auf dieser Website vorgestellt wird.

Die niederrheinische Stadt wird aufgrund ihrer Lage an der Mündung der Ruhr in den Rhein berechtigterweise auch zum Ruhrgebiet gezählt. Dazu trägt auch die Tatsache bei, dass sie wie viele andere Ruhrgebietsstädte im wesentlichen durch Kohle- und Stahlindustrie groß und bedeutend geworden ist.


Mündung der Ruhr in den Rhein zwischen den Stadtteilen Homberg und Ruhrort

Die Haus-Knipp-Brücke ist die letzte erhaltene Vorkriegsrheinbrücke auf Duisburger Stadtgebiet.
Flussabwärts befindet sich übrigens in Büderich bei Wesel eine sehenswerte alte Brückenruine.

Gebäude am Innenhafen:


Landesarchiv NRW


Küppersmühle


Five Boats

In Zusammenhang mit eben erwähnten und weiteren bedeutenden Industrien entstand in Duisburg der heute immer noch größte Binnenhafen Europas. Letztlich ist nicht nur dieser Rekord dafür verantwortlich, dass die Stadt weit über die eigenen Grenzen bekannt ist. Unter den vielen Hafenbecken übt der so genannte Innenhafen einen besonderen Reiz aus, der im Rahmen einer Neugestaltung ein teilweise ganz anderes Gesicht erhalten hat und nun unter anderem als kulturelles und gastronomisches Naherholungsgebiet dient, aber auch als Jachthafen genutzt wird. Viele alte renovierte Hafengebäude und ästhetisch anspruchsvolle moderne Gebäude reihen sich hier längs des Wassers aneinander. Darunter befinden sich z. B.

  • die um 1900 als Speichergebäude erbaute, so genannte Küppersmühle, die heute ein Zentrum bzw. Museum für moderne Kunst beherbergt,

  • das in den Jahren 2003 und 2004 erbaute Bürogebäude Five Boats, das sich durch eine besonders außergewöhnliche moderne Architektur auszeichnet, und

  • das Landesarchiv NRW, eine architektonische Synthese aus einem alten RWSG-Speicher und modernen An- und Aufbauten.

Am Innenhafen liegt auch das Kultur- und Stadthistorische Museum, das u. a. eine Ausstellung zum Leben und Wirken des berühmtesten Duisburger Gelehrten und angesehenen Kartographen Gerhard Mercator bietet.

Wenige hundert Meter vom Museum entfernt steht ein Denkmal für Mercator direkt vor dem Haupteingang zum Rathaus. Das imposante Ratsgebäude mit einem hohen Turm wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im Stile der Neorenaissance errichtet. Direkt neben dem Rathaus erhebt sich das älteste Gebäude der Innenstadt: die gotische Salvatorkirche. In ihrer heutigen Form wurde die monumentale Basilika im 15. Jahrhundert erbaut und vor rund 100 Jahren neugotisch erweitert. Sie zählt zweifellos zu den bedeutendsten Sakralbauten am nördlichen Niederrhein. Ältestes profanes Gebäude in Duisburg ist das so genannte Dreigiebelhaus, ein Backsteingebäude, das rund 100 Jahre später als die Salvatorkirche ebenfalls in spätmittelalterlicher Bauweise entstand.


Gerhard Mercator

    
Salvatorkirche und Dreigiebelhaus




Die Ursprünge von Duisburg reichen jedoch noch viel weiter zurück: 883 wird der Ort erstmalig urkundlich erwähnt. Keimzelle der späteren Stadt ist jedoch eine fränkische Burg bzw. Königspfalz, mit deren Bau schon rund 100 Jahre früher im 8. Jahrhundert begonnen wurde. Die Siedlung, die sich um diese Pfalz bildete, entwickelt sich bis zum 12. Jahrhundert zu einer mit Stadtmauern befestigten Stadt, die später auch am Handel der Hanse partizipiert. Reste der eben erwähnten mittelalterlichen Stadtmauern sind heute noch an mehreren Stellen im Stadtbild präsent. Dass in ihrem Umfeld relativ viele moderne Nachkriegsbauten stehen, zeigt, dass Duisburg als Industriestandort bzw. Kohle- und Stahlmetropole bevorzugtes Zielobjekt alliierter Luftangriffe im 2. Weltkrieg war. Unter den nicht zerstörten historischen Gebäude in der Innenstadt sticht besonders das 1912 im neoklassizistischen Stil errichtete schöne Theatergebäude hervor. Eine weitere beachtenswerte Kulturstätte im Zentrum, oder genauer gesagt: im Zentrum des Stadtbezirks Duisburg Mitte, ist das Lehmbruck-Museum, ein 1964er-Bau mit prägnanter Glasfassade. Es zeigt Werke des berühmten Duisburger Bildhauers Wilhelm Lehmbruck und außerdem Skulpturen anderer bekannter Künstler des 20. Jahrhunderts.


Theatergebäude und Lehmbruck-Museum


Landschaftspark Duisburg-Nord und historischer Hebeturm in Homberg

Lehmbruck wurde 1881 im heutigen Stadtteil Meiderich geboren. Der ursprünglich selbständige Ort wurde 1905 nach Duisburg eingemeindet. Eine außergewöhnliche Attraktion stellt in Meiderich ein fast gigantisches Industriedenkmal dar, und zwar das 1985 stillgelegte Hüttenwerk der Thyssen AG, dessen Werksgelände zum Landschaftspark Duisburg Nord umgestaltet wurde, wobei man eine Synthese aus Industriekultur und Natur mit vielfältigen Unterhaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten schuf. Ein weiteres bemerkenswertes Industriedenkmal steht übrigens in Homberg auf der linken Rheinseite: der historische Hebeturm des Ruhrort-Homberger-Eisenbahntrajektes aus den Jahren 1854 bis 1856.

Das an Meiderich angrenzende Hamborn war ebenfalls bis 1929 selbständig. Das alte Rathaus, ein historistisches Gebäude aus der der Zeit kurz nach 1900 (siehe 2. Foto rechts), verbleibt auch heute noch als sichtbares Zeichen früherer Unabhängigkeit eines Ortes, der eine rund 1000-jährige eigenständige Geschichte aufweisen kann und heute noch eine 900 Jahre alte Prämonstratenser-Abteikirche beheimatet (siehe 1. Foto rechts).


Abteikirche und altes Rathaus in Hamborn    

Ein weiteres beeindruckendes Gotteshaus befindet sich in Duisburg-Marxloh seit dem Jahre 2008. Die Moschee, die in klassischen Formen als aufwändiger Kuppelbau mit 35 Meter hohem Minarett errichtet wurde, kann man zweifelsfrei ein wahres Fest für die Augen nennen. Außerdem ist sie sichtbarer Ausdruck des hohen muslimischen Bevölkerungsanteil in Duisburg, der seit den 60iger Jahren besonders aus der Türkei eingewandert ist, um fehlende Arbeitskräfte in der Stahl- und Kohle-Industrie zu ergänzen.


Moschee in Marxloh


Museum der Deutschen Binnenschifffahrt

Im Stadtteil Ruhrort, dessen Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurück reichen, liegen fast alle Kanäle und Anlagen oben erwähnten Binnenhafens, der der größte seiner Art in Europa ist. Die zahlreichen Hafenbecken erkundet man am besten mit den Ausflugsschiffen der Weißen Flotte. Außerdem sind in Ruhrort zwei Museen bemerkenswert: Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt (s. Foto links), das in einem historischen Jugendstilbad untergebracht ist, und das Haniel-Museum, das ebenfalls über die Binnenschifffahrt, aber auch über Ruhrort und die Firmengeschichte des Handelsunternehmens detailliert mit vielen Exponaten informiert.

Wie der Name Haniel eng mit Ruhrort verbunden ist, so gilt gleiches für den Namen König und den Stadtteil Beeck. Die 1858 gegründete Brauerei, dessen bekanntestes Produkt König Pilsener heißt, bietet Kulturinteressierten ebenfalls ein Museum mit mehreren hundert Exponaten moderner Kunst. Sehenswert ist auch Beecks ältestes Gebäude aus dem Jahre 1665, der sogenannte Oberhof. Der ursprüngliche Adelssitz ist von einem kleinen Park umgeben.

Neben oben erwähnter Salvatorkirche im Stadtzentrum und der Prämonstratenserkirche in Hamborn finden sich noch weitere bedeutende mittelalterliche Sakralbauten in Duisburg: die evangelische Kirche St. Luzia in Baerl und die katholische Pfarrkirche St. Dionysius in Mündelheim. Diese überaus gefälligen romanischen Gotteshäuser sind in der Zeit um 1200 entstanden.
In Baerl stehen außerdem noch zwei alte Windmühlen. Die beiden sehenswerten technischen Denkmale wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert errichtet. Insgesamt gibt es übrigens sogar acht historische Mühlen auf dem Stadtgebiet von Duisburg.

   
St. Luzia in Baerl und St. Dionysius in Mündelheim

Windmühle in Baerl

In Friemersheim haben sich mit der schönen alten Dorfkirche, dem Lehrer- und Pfarrhaus noch weitgehend historische Dorfstrukturen erhalten. Der Werthschenhof weist sogar noch Reste einer mittelalterlichen Burganlage auf: Von der ursprünglich viertürmigen Anlage, die nur wenige Meter vom Rhein entfernt liegt, blieb ein oktogonaler Turm erhalten. Kurz gesagt: Den typischen, d. h. den ländlich und dörflich geprägten Niederrhein kann man in Duisburg besonders in Friemersheim, aber auch im eben erwähnten Baerl vorfinden. Genau östlich von Friemersheim auf der anderen Rheinseite breitet sich der Stadtteil Wanheim-Angerhausen aus. Auf einer ehemaligen Schlackehalde im Angerpark wurde 2011 ein mittlerweile sehr beliebtes Ausflugsziel errichtet: eine begehbare Achterbahn namens "Tiger and Turtle - Magic Mountain". Die Großskulptur aus Metall bietet nicht nur aufregende Besteigungsmomente, sondern auch herrliche Ausblicke in die niederrheinische Industrielandschaft.


Dorfkirche in Friemersheim und begehbare Achterbahn in Wanheim-Angerhausen

Rheinabwärts an der Grenze zu Dinslaken liegt der Stadtteil Walsum. Hier können die Freunde der niederrheinischen Landschaft und Natur vollends auf ihre Kosten kommen: Das Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum bietet einerseits vielen vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und Zuflucht, andererseits dem neugierigen menschlichen Zeitgenossen zahlreiche Wandermöglichkeiten und landschaftlich reizvolle Impressionen. In diesem Zusammenhang sei auch noch unbedingt auf den großen Duisburger Zoo nahe dem Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg hingewiesen, der rund 4000 Tiere beherbergt, darunter Giraffen, Zebras, Elefanten, Erdmännchen, Pinguine, Delphine und die größte Menschenaffenanlage der Welt.


Rheinaue Walsum mit Nilgänsen (links) und Duisburger Zootiere (rechts)

Nützliche Links:

http://www.duisburg.de   http://www.landschaftspark.de   http://www.rheinoper.de   http://www.museum-kueppersmuehle.de   http://www.zoo-duisburg.de

http://www.innenhafen-duisburg.de   http://www.binnenschiffahrtsmuseum.de   http://www.baerl-online.de   http://www.historisches-homberg.de

 

 nach oben zum Seitenanfang