|
Die kleine
13000-Einwohner-Gemeinde Bergen in der Provinz Limburg dehnt sich
auf einem ungefähr 20 Kilometer langen und rund 5 Kilometer
breiten Streifen zwischen der Maas im Westen, der
deutsch-niederländischen Grenze im Osten,
Gennep
im Norden und
Venlo im Süden aus. Auf der deutschen bzw.
niederrheinischen Seite liegen übrigens die Gemeinden
Goch
und Weeze.

Maasdünen
Als herrlichste
Attraktion und schönste Sehenswürdigkeit von Bergen darf man
zweifelsfrei das weitläufige Gebiet der so genannten Maasdünen bezeichnen.
Dabei handelt es sich um eine
wunderbare Naturlandschaft, die sich über das gesamte
Gemeindegebiet erstreckt und darüber hinaus sogar bis nach
Gennep
und Venlo
reicht. Diese einzigartige Landschaft - ein wahres Fest für die
Augen - besteht aus sandig hügeligen Wald-, Weide- und
Heideflächen mit vereinzelten Seen, Teichen und Tümpeln. Der Sand
stammt - nomen est omen - aus mittlerweile ausgetrockneten
Maasbetten. Vom Wind wurde er zu teilweise fast 20 Meter hohen
Dünen aufgeweht. Wanderer und Radfahrer werden auf den befestigten
Wegen sicherlich auf ihre Kosten kommen und unvergessliche
optische Eindrücke mitnehmen.

Maasdünen

Einen durch und durch ländlich-dörflichen
Eindruck strahlen auch die einzelnen Ortsteile Bergen,
Nieuw-Bergen, Wellerlooi, Well, Afferden, Aijen und Siebengewald
aus. Unter ihnen ist Nieuw-Bergen mit seinen rund 4000
Einwohnern das größte Dorf und Standort des Rathauses der
Gemeinde.
Der namensgebende Ortsteil Bergen hat zwar nur ein paar
hundert Einwohner, besticht aber durch seine schöne Lage direkt an
der Maas und durch einige architektonische Leckerbissen im
Ortskern. Besondere
Erwähnung verdienen dabei ein großes Backsteingiebelhaus aus dem
19. Jahrhundert in der Maasstraat und die Ruine eines romanischen
Kirchturms auf dem Dorffriedhof. Seine letzten Beschädigungen hat
der Kirchturm übrigens 1944/45 erhalten, als die Gemeinde
Bergen wie das benachbarte
Gennep in einem heftig umkämpften Frontabschnitt lag.
 
Bergen: Backsteingiebelhaus in der
Maasstraat, romanischer Turm und Ansicht von der Maas

Zwei Kilometer südlich von Bergen befindet sich
ebenfalls an der Maas das etwa gleich große Dörfchen Aijen.
Die kleine weiß getünchte St.-Antonius-Kapelle mit ihrem
Dachreiter, die um das Jahr 1600 im gotischen Stil errichtet
wurde, hebt sich aufgrund ihrer Farbe und Gestalt deutlich von der
grünen Wiesenlandschaft und den meist backsteinsichtigen Gebäuden
in der Umgebung ab. Kulturhistorisch beachtenswert in Aijen sind auch zwei
Bauernhöfe aus dem 19. Jahrhundert gegenüber der Kapelle.
 
Aijen: St.-Antonius-Kapelle und
Bauernhof
|